DM Cross: Vizetitel nach Jena, 10.01.2022

Foto B. StillerDas erste Wochenende nach Neujahr bedeutet im Radsport traditionsgemäß Deutsche Meisterschaft im Cyclocross. Organisiert wurden die 22. Meisterschaften vom Radteam Seidel im Park rund um die Fläming-Therme in Luckenwalde. Organisation, Durchführung und Streckengestaltung hatten dabei höchstes Niveau und wären einem Weltcup würdig gewesen. Die 2,8 km lange Strecke selbst war entsprechend anspruchsvoll und ein guter Mix aus technisch herausfordernden Passagen mit kleinen Auf- und Abrampen, windigen Kehren im losen Sand, einem riesigen „Sandkasten“, sage und schreibe 4 Brücken, Treppenpassagen, Schlammkuhlen sowie schnellen Geraden, die in den Wettkämpfen aufgrund der Nachttemperaturen oberflächlich gefroren bzw. verschneit waren.

Der Meisterschaft stellten sich auch einige Thüringer Sportler und unter diesen auch insgesamt 5 vom 1. Radclub Jena. Am erfolgreichsten schnitt dabei Miriam Zeise in der Altersklasse der Juniorinnen ab. Nach dem Start aus dem Mittelfeld überquerte Miriam, die am Sportgymnasium Erfurt trainiert, als 7. die erste Zeitmessung. Danach ging es ins Gelände und hier konnte sie eine Kontrahentin nach der anderen ein- bzw. überholen. Bereits nach der ersten Runde hatte sie sich auf den zweiten Platz gekämpft. Im Schlepptau zu diesem Zeitpunkt jedoch noch Isabell Oepen aus Linden. Vorn hatte dagegen bei freier Spur die spätere Deutsche Meisterin Jule Märkl reißaus genommen. Miriam schüttelte nun Isabell ab und fuhr in den kommenden Runden jeweils die zweitbesten Zeiten. Somit ging nach vorn nichts mehr, nach hinten wuchs der Vorsprung jedoch sukzessive. Dies sollte sich für die letzte der insgesamt 5 Runden auszahlen, denn hinten bekam Maira Lode aus Lübben nochmals schnelle Beine und konnte den Abstand zu Miriam auf am Schluss 9 Sekunden verringern. Dieser Vorsprung reichte jedoch und somit konnte Miriam als Vizemeisterin auf das Podest steigen.

Stark erkämpften im Feld der U15 Valentin Koch mit Platz 24 und Miriams Bruder Fabian mit Platz 33 gute Ergebnisse. Ebenfalls mit einer ansprechenden Leistung unterwegs waren in der männlichen Jugend Lukas Kober mit Platz 15 sowie sein Vater Danny bei den Masters 2 mit Platz 31.

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